Biografie

Johannes Kalpers - Porträt

Von Horst Lietzberg

Es war in einem Kindergarten im Westerwald. Die Jungen und Mädchen singen. Einer fällt auf - mit seiner glockenklaren Stimme: Der kleine Johannes Kalpers. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Zumal seine Eltern die Begabung ihres Jungen fördern. Mit acht Jahren spielt er Klavier, Flöte und Mundharmonika. Mit zehn ist er im Chor der Limburger Domsingknaben - neun Jahre lang. 1976 darf er zum ersten Mal im großen Chor singen. "Für mich ein prägendes Erlebnis", sagt er.

Musik wird sein Leben. Dennoch liefert er ein Abitur mit der nicht alltäglichen Note 1,5 ab. Dann ruft ihn der "Bund" unter die Fahne. Weil er Posaune blasen kann, steckt man ihn ins Heeresmusikkorps 300 in Koblenz. Adé klassische Musik, Jazz und Dixieland.

Kaum hat er die Uniform an den Nagel gehängt, läßt er sich an der Hochschule für Musik in Karlsruhe immatrikulieren. Aber er will sein Studium selbst finanzieren. So leitet er nebenher drei Chöre und gibt zehn Klavierschülern Unterricht. Er schafft es. Fleiß, Stehvermögen, Disziplin, ein fester Wille und Fortüne gehören ohnehin zu seinen ständigen Begleitern.
Johannes Kalpers ist einer, der sich abrackern kann. So lädt er sich drei Studiengänge auf - mit imponierendem Ergebnis: 1992 Staatsexamen in Schulmusik, 1993 Diplom als Gesangslehrer, 1994 künstlerische Reifeprüfung in Gesang bei Prof. Klaus Dieter Kern.

In allen drei Kategorien erhält er Bestnoten! Er besucht Meisterkurse von Nicolai Gedda, Hermann Prey, Ernst Haefliger, Werner Hollweg, Bernhard Adler und Elisabeth Schwarzkopf.

Die Weichen für eine große Karriere sind gestellt. Nun geht es Schlag auf Schlag. Als Preisträger mehrerer Gesangswettbewerbe erhält er die "Richard -Strauß-Plakette" und den "Franz Völker-Preis". Er wird Stipendiat der "Richard Wagner Stiftung". Es folgen Engagements an die Opernhäuser Eisenach, Chemnitz und an die Niedersächsische Staatsoper in Hannover.
Und weiter: 2000 bis 2002 Ensemble der Wiener Volksoper, Salzburger Festspiele als Gast und Engagements an renommierten Bühnen in Leipzig, Mannheim, Wiesbaden, Erfurt, Dresden, Kassel und an der Deutschen Oper am Rhein. Längst gilt er als erfolgreicher Oratoriensänger (Evangelist in den Bach-Oratorien) und Liedsänger in den Schubert-Zyklen. Die Musikhochschule Frankfurt/Main holt ihn als Dozent für Gesang.

Er ist außergewöhnlich vielseitig - eine seiner besonderen Stärken. Ob Klassik im Wiener Musikverein, in der Alten Oper in Frankfurt/Main oder in der Philharmonie in Berlin, ob Auftritte in großen Fernsehsendungen, im Rundfunk oder ob er Schallplattenaufnahmen macht: Johannes Kalpers ist inspiriert von seiner enormen Bandbreite, die von Schubert bis Pop reicht. Er kann mit den Unterteilungen in U- und E-Musik nichts anfangen. Und er will es auch nicht. Für ihn zählt allein die Qualität.

Vielleicht passt er insofern nicht ins Klischee eines herkömmlichen Tenors. Aber auch das ist ihm egal. Johannes Kalpers ist nun mal, wie er ist: Fröhlich, locker, optimistisch und mit einer jungen, charismatischen Ausstrahlung. Dazu bescheiden und uneitel. Sein Anliegen: Musik einem breiten Publikum zu vermitteln. Deshalb freut er sich ganz besonders über die positive Zusammenarbeit mit der Schallplattenfirma Sony/BMG/Ariola in München.

Privat bleibt er dem Westerwald treu! Er ist sozial sehr engagiert. So hat er die Schirmherrschaft über das Hospiz Stella Maris in Mechernich/Eifel übernommen und den Förderverein "Musik für unsere Welt" e.V. initiiert, der das Singen und Musizieren von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen fördert.

Kurzum: Was er singt, lebt er. Gesang, Wort und Tat sind bei ihm eine harmonische Einheit.

Informationsbroschüre Johannes Kalpers mit Lebenslauf, Biografie, Konzertpakete usw. als PDF-Datei hier...